Blickwechsel ...

Alltag des Briefverkehrs mit den Gefangenen

Wir befinden uns im AkS-Büro in Münster. Die Mitarbeiter besprechen gerade im nicht sichtbaren Teil des Büros die Arbeit der nächsten Wochen. Ebenso unsichtbar ist die Betroffenheit über die Hindernisse im Briefverkehr mit Gefangenen aus Bayern.

Hindernisse im Briefverkehr mit Gefangenen aus Bayern. Zahlreiche Briefe an dort einsitzende Gefangene sind wieder einmal an uns zurückgegangen, als handle es sich um Post an Verschollene.

Wir hatten in diesen Briefen die Gefangenen gebeten, sich um eine Genehmigung für die Zusendung unserer Schrift (Dokumentation: Freier Zugang zum Internet als Menschenrecht auch im Knast, 15 Seiten, 2012) von den JVAs zu bemühen.

Die Gefangenen müssen nämlich bei solchen und ähnlichen Zusendungen (Büchern) erst einen schriftlichen Antrag stellen. Die Gefangenen sind Mitglieder unseres Vereins und beschreiben uns in Ihren Briefen ihre persönlichen und haftbedingten Probleme.

Diese Zustellungsverweigerung an die Gefangenen hat Methode, sie ist nicht nur menschenverachtend sondern auch äußerst primitiv.